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Alt 29.05.2017, 13:45   #1   Druckbare Version zeigen
Florian98 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 863
Schleifen von Diamanten zu einem Okular

Hallo,

die alten Mikroskope im 19. Jh. waren mit einem Okular aus einem geschliffenen Diamanten ausgestattet. Sicher, das waren helle Diamanten wie weiße, bläuliche oder gelbe ... Doch wie wurden diese geschliffen? Ein Diamant hat Oktaederform und diese in der Vertikalen hat jeweils eine harte und eine "weiche" Schicht, also einen "scheinbaren Widerstand"; was daraus resultierte, daß man diese Steine mit Diamantenstaub auf eine Kupferscheibe nur kantig schleifen konnte - oder irre ich mich da?
Wie schaffte man es aus den Kanten eine Rundung zu schleifen, so daß daraus eine Linse wurde?

Vielen Dank im Voraus

Flo

Warum gibt es eigentlich zwischen Diamanten und Fetten eine Kohäsion? Und bei wieviel Karat ist diese (Klebe-)Grenze bei einer menschlichen Hand?
Florian98 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2017, 13:55   #2   Druckbare Version zeigen
rettich Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.467
AW: Schleifen von Diamanten zu einem Okular

Sicher ,das es Diamanten waren und nicht Bergkristalle?
__________________
mfg: rettich

Man kann gar nicht so dämlich denken wie
andere Handeln.
Speziell im Strassenverkehr und im Labor.

Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.
rettich ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2017, 15:11   #3   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.466
AW: Schleifen von Diamanten zu einem Okular

damit wäre jeder Besitzer eines alten Mikroskops ein potentieller Millionär...
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
einfach mal eine Fanta trinken
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2017, 16:45   #4   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 20.986
AW: Schleifen von Diamanten zu einem Okular

Zitat:
Zitat von Florian98 Beitrag anzeigen
die alten Mikroskope im 19. Jh. waren mit einem Okular aus einem geschliffenen Diamanten ausgestattet.
Woher stammt das,hast du dir mal die Größe eines Okulars angeschaut und überlegt,
wieviel Karat ein solcher Diamant nach/vor dem Schleifen haben muß?
Diamanten sind aus reinem Kohlenstoff aufgebaut.Insgesamt ist das Material als unpolar zu betrachten,daher Adhäsion an Fett.

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2017, 16:54   #5   Druckbare Version zeigen
safety  
Mitglied
Beiträge: 1.408
AW: Schleifen von Diamanten zu einem Okular

Scheint es tatsächlich gegeben zu haben:
http://www.whipplelib.hps.cam.ac.uk/special/exhibitions-and-displays/exhibitions-archive/19th-century-natural-history
https://books.google.de/books?id=89oUAAAAQAAJ&pg=PA39&lpg=PA39&dq=Pritchard+and+Goring+diamond+lens&source=bl&ots=6FSBy9NfDP&sig=KShUas4km2jr3fnEPAGUdTAGc9s&hl=en&sa=X&ved=0ahUKEwiv7a29rZXUAhVN0mMKHRbHBegQ6AEIMTAC#v=onepage&q=Pritchard%20and%20Goring%20diamond%20lens&f=false
safety ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 29.05.2017, 17:20   #6   Druckbare Version zeigen
Florian98 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 863
AW: Schleifen von Diamanten zu einem Okular

habe ich aus einem alten Buch von Runge.





Ich kann nicht immer eine Antwort geben, weil dies nicht mein eigener Rechner ist, sondern der, der in eine öffentliche Bib steht. Heißt, das es schwierig ist, bei einer begrenzten Anzahl von Rechnern mit Internetzugang einen freien Rechner zu bekommen (besonders, wenn welche hier schon einen Sitzplatz mit Internetzugang als ihr zweites Domizil betrachten, quasi die Rechner blockieren, trotz Zeitlimit). - bitte daher um Nachsicht.
Florian98 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2017, 17:25   #7   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 20.986
AW: Schleifen von Diamanten zu einem Okular

Danke für den link,aber es scheint sich da eher um Ausnahmegeräte gehandelt zu haben("Unfortunately, despite Pritchard's hyperbole the innovation proved impractical as natural diamonds are too hard to work and most have flaws.").
Neben Diamanten wurde noch andere Edelsteine versuchsweise verbaut,insgesamt wohl keine so große Erfolge.

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2017, 17:44   #8   Druckbare Version zeigen
Florian98 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 863
AW: Schleifen von Diamanten zu einem Okular

Naja, Diamant hat eine sehr hohe Brechzahl (im Gegensatz zu Kron- und Flintglas), demnach muß das Okular schon was gebracht haben.

Man muß auch dies mit anderen Maßstäben sehen. In einem alten Buch laß ich, daß ein Platinkessel für Gewinnung von Flußsäure, 100 L Fassungsvermögen, so 2100 brit. Pfund kostete und bei einer Fa. in London zu beziehen sei. Ich weiß nicht, was dieser Betrag an brit. Pfund 1890 für eine Kaufkraft hatte, mußmaße aber, daß man dafür noch nicht eine Villa an der Themse erwerben konnte. Setzt man die Menge Platin in der heutigen Zeit mit den Preis den möglichen daraus produzierenden Platintrauringen gleich, so dürften jetzt 2 Schlösser an der Themse drin sein.
Florian98 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.2017, 17:47   #9   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 20.986
AW: Schleifen von Diamanten zu einem Okular

Sicherlich war der Ansatz interessant,um es mal zu probieren,aber wie oben erwähnt,war dieses "Diamantmikroskop" aus mehreren Gründen kein Erfolg.
Dazu auch hier:https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19938379 .

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.05.2017, 08:13   #10   Druckbare Version zeigen
Muzmuz  
Mitglied
Beiträge: 5.976
AW: Schleifen von Diamanten zu einem Okular

Zitat:
Zitat von Florian98 Beitrag anzeigen
Naja, Diamant hat eine sehr hohe Brechzahl (im Gegensatz zu Kron- und Flintglas), demnach muß das Okular schon was gebracht haben.

Man muß auch dies mit anderen Maßstäben sehen. In einem alten Buch laß ich, daß ein Platinkessel für Gewinnung von Flußsäure, 100 L Fassungsvermögen, so 2100 brit. Pfund kostete und bei einer Fa. in London zu beziehen sei. Ich weiß nicht, was dieser Betrag an brit. Pfund 1890 für eine Kaufkraft hatte, mußmaße aber, daß man dafür noch nicht eine Villa an der Themse erwerben konnte. Setzt man die Menge Platin in der heutigen Zeit mit den Preis den möglichen daraus produzierenden Platintrauringen gleich, so dürften jetzt 2 Schlösser an der Themse drin sein.
Bei den Dollars aus dieser Zeit versus heute liegt das Verhältnis etwa 1000:1. Wenn bei Pfund ähnlich, dann wären das etwa 2 Mio. Pfund. Da geht sich direkt an der Themse auch heute nicht viel aus.
Muzmuz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.05.2017, 20:04   #11   Druckbare Version zeigen
mgritsch Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.992
AW: Schleifen von Diamanten zu einem Okular

Die hohe Brechzahl würde eher beim Objektiv bei hoher Vergrößerung etwas bringen und dort darf es dann auch ein kleiner un reiner Diamant sein. Das Okular... Bestenfalls Verschwendung, eher noch untauglich.
mgritsch ist offline   Mit Zitat antworten
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