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Alt 13.05.2018, 17:13   #1   Druckbare Version zeigen
ciroyo Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 27
Arsengehalt im Grundwasser

Hallo,

bei uns wurde kürzlich eine Analyse des Brunnenwassers vorgenommen und ein Wert von 38 Mikrogramm / Liter festgestellt. Man hat uns nun empfohlen, einen Filter einbauen zu lassen, da dieser Wert den gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwert von 10 Mikrogramm /Liter überschreitet. Nun habe ich mich aber etwas belesen und festgestellt, dass die Grenzwerte für Mineralwasser aber bei 50 Mikrogramm/Liter liegen, was ein Umschwenken auf Mineralwasser nicht sinnvoll macht. Weiterhin werden für Meerestiere Werte von etwa 150-200 Milligramm / Liter und auch im Blut werden Werte von bis zu 8 Mikrogramm/Liter angegeben. Nun bin ich am Überlegen inwieweit die Investition eines Filters Sinn macht, denn dieser wurde uns mit einem Kaufpreis von etwa 1900 EUR angeboten. Könnt ihr mir schreiben, was ihr von diesen Grenzwerten und vor allem von den starken Unterschieden (Trinkwasser/Mineralwasser) haltet? Lohnt sich die Investition in einen Filter? Gibt es vielleicht ein alternatives Verfahren, das wir mit unserem Brunnenwasser durchführen können? Der Nachteil an dem Filter ist, dass dieser nur an einem Wasserhahn angeschlossen wird. Das Wasser für den Garten hingegen kommt weiterhin direkt aus dem Brunnen.

Danke und Grüße,
Ciroyo


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ciroyo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2018, 19:10   #2   Druckbare Version zeigen
safety  
Mitglied
Beiträge: 1.357
AW: Arsengehalt im Grundwasser

Der Grenzwert für Mineralwässer ist seit 2006 dem der Trinkwasserverordnung angepasst. Siehe Anhang 4 Mineralwasserverordnung.
safety ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2018, 09:50   #3   Druckbare Version zeigen
cg Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.124
AW: Arsengehalt im Grundwasser

Hi ciroyo,

Arsenverbindungen sind als carcinogen eingestuft. Je größer die Aufnahme umso höher das Risiko. Wenn Du aktiv oder passiv rauchst, grillst, Gepökeltes und Pommes frites ißt, Auto fährst, hast Du viele Ansatzpunkte, Dein Risiko billiger zu senken als mit einem Arsenfilter für 1900 € für Dein Trink- und Kochwasser.
Ob Deine Gartenfrüchte, die gelegentlich mit Grundwasser beregnet werden, Dein Risiko nennenswert erhöhen hängt davon ab, ob der Boden arsenbelastet ist.

Freundliche Grüße
cg
cg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2018, 10:16   #4   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.221
AW: Arsengehalt im Grundwasser

Ich würde mir erst mal Gedanken über die Ursache für den hohen Wert machen. Vielleicht liegt das ja daran, dass Dein Gartenboden ordentlich Arsen enthält. Da macht dann ein bisschen Wasser mit Arsen auch nicht mehr viel aus.

Es kann aber auch sein, dass hier eine natürliche AS-Quelle vorliegt oder in der Nachbarschaft irgendwelche Altlasten herumdümpeln oder...

Auch das Grundwasser ist nicht zwangsläufig ein stehendes Gewässer. Da kann einiges über weitere Strecken transportiert werden.
__________________
Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim: Allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.

Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
Cyrion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2018, 10:16   #5   Druckbare Version zeigen
jag Männlich
Mitglied
Beiträge: 17.891
AW: Arsengehalt im Grundwasser

Nicht alle Arsenverbindungen sind als "cancerogen" eingestuft, auch sind die Daten durchaus diskutabel (haben aber für die Einstufung betsimmter Verbindungen, insbesondere Arsensäure und ihrer Verbindungen und Arsenoxide) ausgereicht. Da gibt es auch eine schöne Arbeit aus 2015 zur Einstufung.

Wenn man es weiss, würde ich das Wasser nicht als Trinkwasser verwenden, zum Giessen durchaus. Bestimmte Nutzpflanzen akkumulieren Arsen, da muss man im Einzelfall mal nachsehen, wenn man das essen will.

Gruß

jag
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