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Alt 26.10.2017, 11:16   #31   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.481
AW: Laborarbeit

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
mit dem entscheidenden Unterschied zur DDR, dass unter diesem Meinungsfreiheit besteht.
... besser: "mehr Meinungsfreiheit besteht".
Die Frage ist nämlich, mit welchen (innerparteilichen oder beruflichen) Folgen Querulanten zu rechnen haben. Meinungsfreiheit ist nämlich ein relativer Begriff und die Folgen sind in Abhängigkeit des Ausprägungsgrades des "...ismus" und der direkt beteiligten Personen individuell verschieden...
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"Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß."
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Geändert von HNIW (26.10.2017 um 11:23 Uhr)
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Alt 26.10.2017, 11:47   #32   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 20.258
AW: Laborarbeit

Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
... besser: "mehr Meinungsfreiheit besteht".
ich sehe einen prinzipiellen Unterschied und nicht nur eine graduelle Verschiebung zwischen den beiden. Der eine ist ein Rechtsstaat der andere war ein Unrechtsstaat.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
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einfach mal eine Fanta trinken
chemiewolf ist gerade online  
Alt 26.10.2017, 14:18   #33   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.481
AW: Laborarbeit

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
ich sehe einen prinzipiellen Unterschied und nicht nur eine graduelle Verschiebung zwischen den beiden. Der eine ist ein Rechtsstaat der andere war ein Unrechtsstaat.
HaHa. Das mag heute so gelehrt werden.
Aber bei allem Unrecht, was dort geschah: So einfach ist das nicht.
Erstens ist das ein neuzeitlicher Begriff.
Zweitens gibt es den Begriff im Völkerrecht wohl gar nicht.
Und drittens ist das genau die Art der Pauschalisierung, die bei anderen Themen sonst so angeprangert wird. Denn diese Bezeichnung impliziert, dass ALLES was dort geschah Unrecht war, also Familienrecht etc....
Also auch die Verurteilung von Nazi-Verbrechenrn in der DDR war Unrecht?
Und viertens müsste erst einmal geklärt werden, ob hier alles streng nach den gesetzen erfolgt....

Von einer nur graduellen Verschiebung war außerdem auch nicht die Rede.

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Alt 26.10.2017, 15:07   #34   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.876
AW: Laborarbeit

Die DDR war ein Staat, der sich mit grob menschenrechtswidrigen Methoden (landläufig auch als "Unrecht" bezeichnet) an der Macht gehalten hat. Übrigens auch mit Methoden, die selbst als nicht OK angesehen wurden, aber zum Kampf gengen den Feind dann doch eingesetzt wurden. Wie oben bereits gesagt wurde der Mensch der Idee geopfert (also wieder so ein -ismus). Der Einfluss der Exekutive auf die Judikative war hier bedeutend.

Viel bedeutender als in unserem jetzigen Staat. Wer sich einmal aktiv mit dem Staat anlegt, wird diesen Unterschied spüren. Wer aber relativ unbehelligt in den gesteckten Grenzen sein Leben vor sich hinleben wollte, der konnte das auch in der DDR tun. Und der kann es auch jetzt in Deutschland. In der DDR eben niedrigerem Lebensstandard.

Das soll nicht heißen, dass man nicht in unserem Land von den "Eliten" verarscht wird und nicht alle Rechte der Bürger geachtet werden. Z.B. das Asylrecht. Und das Recht auf Gerichtsverfahren. Und Schutz vor Betrug bzw. auf eine Verurteilung der Betrüger (VW-Management, Juristen, AFD-ler, Bild, Gewerkschaften, den nahöstlichen Dealer "unseres" Vertrauens etc. - um nur einen kleinen Teil des Spektrums zu nennen). Es ist aber alles auf viel kleinerer Flamme als in der DDR.

Ach ja, noch was zum "Merkelismus". Man kann zu der Frau sagen, was man will, aber der "-ismus" ist von ihren Feinden drangehängt worden, um sie in die Ecke des "-ismus" zu schieben.
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Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim: Allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.

Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
Cyrion ist offline  
Alt 26.10.2017, 20:16   #35   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 20.005
AW: Laborarbeit

Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
:Zweitens gibt es den Begriff im Völkerrecht wohl gar nicht.
Und drittens ist das genau die Art der Pauschalisierung, die bei anderen Themen sonst so angeprangert wird. Denn diese Bezeichnung impliziert, dass ALLES was dort geschah Unrecht war, also Familienrecht etc....
Als Zwischenwurf in einen wieder einmal ausgeuferten thread mit "politischem off topic":
Es stimmt,daß der Begriff "Unrechtsstaat" kein Begriff ist,der rechtlich definiert ist,damit auch nicht völkerrechtlich.
Trotzdem kann ein solcher Begriff Verwendung finden zur moralisch-ethischen Einordnung eines Systems,bzw. zur Abgrenzung von anderen Systemen.
Ebenso bedeutet es nicht,daß alles,was in einem solchen System passierte "unrecht" war oder die Menschen,die dort lebten/wirkten,"unrecht",schlecht oder böse waren.
Dies wird gern von denen unterstellt,die diese Zuordnung zurück weisen,aus welchen Gründen auch immer.
Leider haben die meisten deutschen Politiker der letzten Jahre vergessen,diesen Unterschied deutlich zu machen,was bei vielen ehemaligen DDR-Bürgern zu bekannten "Trotzreaktionen" führt.
Zur Problematik der Chemie im Unterricht/im Alltagsbewußtsein wurde oben einiges zutreffenden gesschrieben.
Daher klinke ich mich wieder aus.

Fulvenus!
Fulvenus ist offline  
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Alt 26.10.2017, 22:01   #36   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.902
AW: Laborarbeit

Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
Ach ja, noch was zum "Merkelismus". Man kann zu der Frau sagen, was man will, aber der "-ismus" ist von ihren Feinden drangehängt worden, um sie in die Ecke des "-ismus" zu schieben.
Dieser "ismus" existiert ganz einfach nicht.
Sie versucht halt, möglichst allen gerecht zu werden, weiterhin Dinge "auszusitzen" (konnte der alte Kohl noch besser) und ansonsten nett zu sein. Irgendeine spezifische Ideologie kann ich da beim schlimmsten Willen nicht entdecken.
Natürlich könnte "man" alles besser machen. Aber wer ist "man"? Meine Kristallkugel bleibt immer dunkel, wenn ich sie danach frage.

Aber kehren wir mal besser zum Thema zurück. Nicht, dass irgendein Mod den Thread noch schließt oder so...

@Lisa: wenn man sich was in die Augen reibt, das die Augen reizt, wird man das schon merken. Wobei mit diese Frage Rätsel aufgibt. Gesetzt den Fall, man würde das NICHT merken: wäre das dann besser oder schlechter? Und was würdest Du vorziehen?
Ansonsten und wie bereits mehrfach erwähnt: die Lösemittel tun nichts Besonderes außer ggf. bei Einatmung entsprechender Mengen (mehrere Gramm, die im Körper absorbiert werden müssen) unmittelbar Benommenheit zu verursachen, die nach ein paar Minuten wieder verschwindet. Sie verdunsten schnell und sind dann weg. Wenn sowas nicht oft passiert, braucht man sich nicht den Kopf zu zerbrechen. Im Kittel können keine relevanten Mengen landen, und daher können beim Berühren des Kittels auch keine relevanten Mengen in den Körper gelangen. Das Dimethylanilin würde beim Verschlucken der ganzen Menge vermutlich Vergiftungserscheinungen verursachen, aber nur dann!

Gruß,
Franz
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Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

Stellt bitte Eure Fragen im Forum, nicht per PN oder Email an mich oder andere Moderatoren! Ich gucke nur ziemlich selten in meine PNs rein - kann also ein paar Tage dauern, bis ich ne neue Nachricht entdecke...

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FK ist offline  
Alt 27.10.2017, 10:08   #37   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.481
AW: Laborarbeit

Zitat:
Zitat von Fulvenus Beitrag anzeigen
... "Unrechtsstaat" ...
Trotzdem kann ein solcher Begriff Verwendung finden zur moralisch-ethischen Einordnung eines Systems,bzw. zur Abgrenzung von anderen Systemen.
... bei vielen ehemaligen DDR-Bürgern zu bekannten "Trotzreaktionen" führt.
Der Begriff dient wohl weniger der Einordnung, vielmehr soll er emotionale reaktionen hervorrufen als einer sachlichen Auseinandersetzung dienen. Und so etwas kann, wie schon gesagt, in die verkehrte Richtung los gehen. Der Begriff erinnert doch schon sehr an Klassenkampf.
Ich glaube nicht, dass es die reinen Begriffe sind, die bei Ossis zu "aversiven Reizen oder Reaktionen" führt (der Begriff "Trotzreaktion" gefällt mir nicht, weil der schon wieder an Kleinkinder erinnert - die nächste politische Dummheit, die da mit der Verwendung dieses Begriffes begangen wurde!).

Zitat:
Zitat von FK Beitrag anzeigen
Dieser "ismus" existiert ganz einfach nicht.
Sie versucht halt, möglichst allen gerecht zu werden, weiterhin Dinge "auszusitzen" (konnte der alte Kohl noch besser) und ansonsten nett zu sein. Irgendeine spezifische Ideologie kann ich da beim schlimmsten Willen nicht entdecken.
Der "Merkelismus" ist ja auch eher so etwas wie der Versuch einer Provokation oder Spott, weniger das ernsthafte Bemühen, einen echten "..ismus" daraus zu machen. Ist es bei Gegnern dieser Art muslimischer "Zuwanderung", wie sie heutzutage stattfindet nicht ähnlich? Wurden und werden die nicht auch sehr oft pauschal als ausländerfeindlich, völkisch, Nazis etc... bezeichnet? Warum muss jemand, der den Islam ablehnt (und warum ist das überhaupt kritikwürdig) völkisch, ein Nazi oder pauschal ein Ausländerfeind sein?
Eine "spezifische" Ideologie ist es ja auch nicht, die hinter der Politik steckt. Es ist vielmehr ein teilweise unvernünftiger Umgang mit bestimmten Problemen und zu lange ein leugnen oder Kleinreden dieser Probleme, was seine Ursache wohl in der deutschen geschichte hat und sich durch die gesamte Parteienlandschaft zieht. Deshalb wird ja auch sofort mit diesen völkischen Begriffen um sich geworfen, mit denen man wohl sogar schon auf den grünen Bürgermeister Boris Palmer geschossen hat?
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Alt 27.10.2017, 10:49   #38   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 20.258
AW: Laborarbeit

Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
der den Islam ablehnt
das ist dehnbar. Was heißt hier ablehnen? Ihn nicht praktizieren, ihn nicht mögen, ihn verbieten zu wollen?
ich lehne für mich alle Religionen ab. Käme aber nie auf die Idee, anderen ihre zu verbieten o.ä.. Wichtig ist, dass Religion und Staat getrennte Dinge sind. Zuhause oder in seiner Kirche kann jeder seiner Folklore frönen, so lange er andere nicht stört.
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chemiewolf ist gerade online  
Alt 27.10.2017, 14:23   #39   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.902
AW: Laborarbeit

Ich schätze, das Wesentliche zu Lisas Frage ist gesagt.

Ich schließe dann mal an dieser Stelle.

Gruß,
Franz
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